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Das Spital als Unternehmen

10.12.2021

In der Schweiz haben viele Spitäler durch die Corona-Pandemie mit wirtschaftlichen Einbußen zu kämpfen. Wie eine Auswertung der Medinside ergab, erreichten 2020 fünf der 30 grossen Schweizer Spitäler eine negative EBITDA-Marge. Fast alle Häuser haben sich verschlechtert. Nur zwei Spitäler schafften eine EBITDA-Marge von über 10 Prozent. Dominic Meister begleitet seit mehr als elf Jahren Spitäler bei der digitalen Transformation und verstärkt seit 2018 als Mitglied der Geschäftsleitung die Meierhofer Schweiz AG. Im Interview erklärt er, was Spitälern in diesen Zeiten helfen könnte und warum es sich lohnt, den Ansatz des „Lean Managements“ einmal genauer zu betrachten.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben viele Spitäler in der Schweiz mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Warum sollten sich die Häuser gerade jetzt mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen?

Durch einen hohen Digitalisierungsgrad verschafft sich ein Spital enorme Wettbewerbsvorteile und kann sich dadurch von anderen Häusern abheben. Das betrifft nicht nur die Technologie, die im OP oder bei Untersuchungen zum Einsatz kommt. Auch Software wie ein Klinikinformationssystem (KIS) ist damit gemeint. So kann ein KIS zum Beispiel dabei helfen, Patientenströme zu messen sowie die Personalauslastung und vorhandene Kapazitäten zu überwachen. Die Spitalleitung hat dadurch immer die wesentlichen Kennzahlen im Blick und kann jederzeit entsprechende Maßnahmen ergreifen, um gegebenenfalls gegenzusteuern, sollte es Abweichungen geben. Die Kliniksoftware selbst lässt sich auch gut fürs Arbeitgebermarketing zum Anwerben neuer Fachkräfte einsetzen: Ein KIS, mit dem Mitarbeiter*innen gerne arbeiten, das intuitiv zu bedienen ist, eine schicke Bedienoberfläche hat und außerdem noch mobile Anwendungen unterstützt, bedeutet einen erheblichen Mehrwert für das Spital.

Spitäler sollten Patient*innen in den Mittelpunkt stellen und sie als Kund*innen begreifen.

Dominic Meister, Mitglied der Geschäftsleitung der Meierhofer Schweiz AG, ist seit über zehn Jahren im Unternehmen. Nach seinem Master-Abschluss in Biomedical Engineering an der Universität Bern begann der diplomierte Ingenieur der Medizintechnik im Januar 2011 als Consultant seine Tätigkeit am Standort Liebefeld. 2016 hatte er die Leitung des Projekt- und Account-Managements der Meierhofer Schweiz AG übernommen.

Wo siehst du derzeit die grössten Potenziale für Spitäler?

Spitäler sollten Patient*innen in den Mittelpunkt stellen und sie als Kund*innen begreifen. Überall im Alltag legen Unternehmen Wert auf „gute Kundenerlebnisse“, warum soll das im Gesundheitswesen nicht auch funktionieren? Wenn Patient*innen ihren Aufenthalt im Spital positiv erleben, ist die Chance hoch, dass sie das Haus weiterempfehlen. Möchte man gute „Patientenerlebnisse“ schaffen, setzt das voraus, dass Spitäler die Patient Journey im Blick haben. Diese beginnt bereits vor dem Aufenthalt im Spital. So wäre es zum Beispiel möglich, dass Zuweiser*innen für ihre Patient*innen über ein Patientenportal vorab Termine für OPs und Untersuchungen buchen und die Patient*innen wiederum über das Portal die Möglichkeit haben, sich Informationen zu den anstehenden Untersuchungen einzuholen. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Patient*innen sich während ihres Aufenthalts über das Portal ihr Menü auswählen – ähnlich wie es auch im Hotel der Fall ist. Bei ihrem Austritt können sie dann darüber Medikationspläne oder den Austrittsbericht abrufen. An unser Klinikinformationssystem M-KIS lässt sich übrigens schon ein Patientenportal anbinden. Das setzen wir bereits zusammen mit unserem Partner samedi um. Wichtig ist zu begreifen, dass die Bedürfnisse der Patient*innen sich geändert haben. Sie wollen aktiv mitentscheiden und mit eingebunden werden.

Ein Spital sollte sich also als eine Art kleines Unternehmen begreifen?

Ja, solch eine Sichtweise kann durchaus hilfreich sein. Jedes Unternehmen, das im Markt bestehen will, muss sich immer wieder den äusseren Gegebenheiten anpassen und damit auch interne Prozesse immer wieder hinterfragen. Wir als Softwareanbieter kennen das nur zu gut. Es lohnt sich, den Ansatz des „Lean Managements“ einmal genauer anzuschauen. Die Idee eines verschlankten Managements mit dem Ziel der effizienten Gestaltung entlang der gesamten Wertschöpfungskette kommt ursprünglich aus der Automobilindustrie, findet aber inzwischen in nahezu allen Branchen Verwendung. Im Grunde geht es darum, dass sich die internen Prozesse im Unternehmen an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten und die ständige Verbesserung der Qualität durch den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Wir bei Meierhofer leben das schon seit einigen Jahren und haben auch das Thema Kundenorientierung fest als eigenen Wert in unserem Unternehmensleitbild verankert. Für ein Spital könnte dies mit „Patientenorientierung“ ebenso gelingen. Insbesondere in der Schweizer Spitallandschaft gib es hier mittlerweile eindrückliche Initiativen und Projekte, die sich mit dem Thema befassen. Im besten Fall werden derartige Überlegungen bereits bei der Planung von Neubauprojekten mit berücksichtigt.

Die Autor*innen des Artikels

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Dominic Meister, ist Mitglied der Geschäftsleitung der Meierhofer Schweiz AG.

Christiane Stagge ist Managerin für PR und Unternehmenskommunikation bei der Meierhofer AG.

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