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Die Zeit läuft: Wir machen Sie fit für die Telematikinfrastruktur

Zur Erinnerung: Die Telematikinfrastruktur dient der Vernetzung aller relevanten Akteure im Gesundheitswesen – von der Arztpraxis über das Krankenhaus und die Pflegeeinrichtung bis hin zur Apotheke und Krankenkasse. Ziel ist es, behandlungsrelevante Informationen von Versicherten in einem extrem sicheren und geschützten Bereich zu bündeln. Zugegeben, so richtig viel hat sich in den vergangenen Jahren in Sachen TI nicht getan, weshalb das Thema in den Gesundheitseinrichtungen etwas aus dem Fokus geraten ist.

Technische Voraussetzung

Jetzt wird es allerdings ernst, denn den Krankenhäusern bleibt kein halbes Jahr mehr, um fit für die TI zu werden. Die gute Nachricht lautet aber, dass sich M-KIS nahtlos in die neue Struktur einfügen kann und die Voraussetzungen für die ersten Anwendungsfälle mühelos erfüllt. Dafür muss allerdings die technische Infrastruktur stehen.

Für die Anbindung an die TI benötigen Krankenhäuser Konnektoren, einen sicheren VPN-Zugangsdienst und spezielle Kartenlesegeräte. Die Technologien unterliegen strengen Anforderungen und Auflagen und werden ausschließlich von zertifizierten Herstellern angeboten. Eine Übersicht über die zugelassenen Komponenten und Hersteller sowie weitere Informationen und Checklisten rund um die technischen Voraussetzungen finden Sie auf der Website der gematik im Bereich „Hilfe & Kontakt“ unter dem Menüpunkt „Dienstleister“.

Erste Pflicht-Anwendung: Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)

Diese technische Infrastruktur wird bereits seit 2018 in Gesundheitseinrichtungen ausgerollt. Bis spätestens zum 1. Januar 2021 müssen alle Krankenhäuser angebunden sein, um die erste Pflichtanwendung – das VSDM – gewährleisten zu können.

Bis zur Anbindung an die TI werden/wurden die Stammdaten der Patienten, also die persönlichen Informationen, über die ein Patient identifiziert wird, über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgerufen. Ergaben sich Änderungen bei den Stammdaten der Versicherten, mussten diese der Krankenkasse gemeldet werden und eine neue Karte wurde ausgestellt. Mit dem VSDM soll dieser Schritt nun entfallen. Nach der Anbindung an die TI werden die auf der Karte gespeicherten Stammdaten beim Einlesen in der medizinischen Einrichtung an das Rechenzentrum der Krankenkasse übermittelt und mit den dort vorliegenden Informationen verglichen.

Vorteile des VSDM

Mit der verpflichtenden Einführung des VSDM über die TI ergeben sich für Krankenhäuser zahlreiche Vorteile:

Arbeitserleichterung und Qualitätssteigerung:

  • Kein Kartenaustausch bei Adress- oder Statusänderung mehr nötig
  • Aktualisierung der Patientenstammdaten in M-KIS ohne Zusatzaufwand
  • Sichere Kommunikation zwischen Leistungserbringern
  • Erleichterung von einrichtungs- und sektorenübergreifender Versorgung. IT-Inseln und Medienbrüche werden vermieden.
  • Erhöhtes Maß an Datenqualität und Transparenz durch Online-Abgleich
  • Erhöhte Behandlungsqualität und -sicherheit durch zukünftig verfügbare Fachanwendungen: Notfalldatenmanagement und elektronische Arzneimitteltherapiesicherheitsprüfung

Wirtschaftlichkeit:

  • Vermeidung von Entgeltkürzungen durch fristgerechte, reibungslose Anbindung der hausinternen IT an die Telematikinfrastruktur
  • Sicherung der Behandlungskostenübernahme durch direkte Prüfung des Versichertenverhältnis; sprich die Klinik bleibt nicht mehr auf Kosten für Behandlung „sitzen“
  • Investitionssicherheit: Kompatibilität mit zukünftigen Hardware-Generationen (stellt ggf. Voraussetzung für weitere TI Anwendungen dar)

VSDM mit M-KIS: So funktioniert´s

Mit dem Modul „VSDM“ können Sie ihr M-KIS an die Telematikinfrastruktur anbinden und das Versichertenstammdatenmanagement durchführen. Das Modul unterstützt das Einlesen der Versichertenstammdaten von der eGK sowie den Echtzeit-Onlineabgleich der Daten mit dem zuständigen Kostenträger.

Die Anbindung von M-KIS an die TI ist ab der M-KIS Version 2017 und höher möglich. Neben den allgemeinen Hard- und Softwarevoraussetzungen für die TI ist im Falle eines mobilen Kartenterminals (mobKT) zusätzlich ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) nötig. Außerdem müssen Konnektor und Kartenterminals in die Netzwerkinfrastruktur integriert sein und der VPN-Zugang muss betriebsbereit sein.

Ausblick: Weitere TI-Anwendungen

Der 1. Januar 2021 ist jedoch nicht nur das Startdatum für das VSDM, sondern auch für einige andere Anwendungen, die Einfluss auf M-KIS haben. Dazu zählen das Notfalldaten Management (NFDM), der eMedikationsplan (eMP), die eArbeitsunfähigkeitsbescheinigung eAU), die ePatientenakte (ePA) sowie die Qualifizierte Elektronische Signatur. Welche Besonderheiten Sie dabei beachten müssen und wie M-KIS Sie bei der Umsetzung unterstützt, erfahren Sie in den kommenden Wochen hier in unserem Blog oder Sie beobachten zwischen KW37-KW40 aufmerksam unsere Angebote zu TI Webinaren.



Der Autor des Artikels

Christian Köhl

Christian Köhl ist bei Meierhofer als Bereichsleiter für Projekt- und Accountmanagement, Consulting und Vertrieb für das Deutschlandgeschäft verantwortlich.



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