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KHZG: Der Digitalisierungsbedarf ist groß

22.07.2021

Schon seit fast einem halben Jahr läuft das Milliardenförderprogramm von Bund und Ländern in Deutschland für die Digitalisierung von Krankenhäusern. Zeit, um eine erste Bilanz zu ziehen. Wir haben mit Christian Köhl, Bereichsleiter Kundenprojekte und Vertrieb Deutschland gesprochen, wie er die bisherige Zeit aus Vertriebssicht erlebt hat, wo er den größten Bedarf bei den Kliniken sieht und welche Trends sich in Sachen Digitalisierung abzeichnen.

Das KHZG soll die Digitalisierung in den Kliniken vorantreiben. Gleichzeitig nimmt es Kliniken auch in die Pflicht. Welche Erfahrungen hast Du bisher dazu gemacht?

Wir beobachten hier sehr großes Interesse und eine hohe Nachfrage, gleichzeitig nehmen wir aber auch eine Verunsicherung bei den Kliniken durch die vielen landesspezifischen Regelungen und Fristen wahr. Viele Kliniken nutzen die neuen Möglichkeiten, die sich aus dem KHZG ergeben, zunächst dazu, ihre eigenen internen Infrastruktur- und Digitalisierungsprojekte voran zu treiben und im zweiten Schritt die Vernetzung mit anderen Leistungserbringern anzugehen.

Wie kann Meierhofer dabei unterstützen und den großen Bedarf an Beratung auffangen?

Wir sind in der Lage, die Kliniken durch die hohe Integrationstiefe unserer eigenen Fachlösungen und auch dem Patientendatenmanagementsystem M-PDMS der Meierhofer Medizintechnik GmbH sehr gut zu unterstützen. Wir können sieben der elf Fördertatbestände aus dem KHZG durch unsere Produkte, Services und Dienstleistungen im Sinne einer ganzheitlichen Patient Journey abbilden.

Wir haben im Zuge des KHZGs eine eigene Webinarreihe gestartet, die von Kunden wie Interessenten sehr gut besucht war. Hier versuchen wir, proaktiv die auftretenden Fragestellungen der Kliniken aufzunehmen und konnten gezielt auf die im Anschluss der Webinarsession gestellten Fragen reagieren. Darüber hinaus finden natürlich weiterhin auch direkte Gespräche mit den Kliniken statt, in denen wir individuelle Lösungen zusammen mit Partnern erarbeiten. Wir arbeiten hier eng mit dem IT-Dienstleister Digital Avantgarde zusammen, um den gesamten Antrags- und Beratungsprozess weiter zu professionalisieren. Auch Digital Avantgarde sieht hohe Beratungsbedarfe, die sich mit unseren Erfahrungen decken, und hat aus dieser Anforderung heraus eine Digital Avantgarde Akademie gegründet.     

Mit welchen Projektideen kommen die Kunden auf euch zu? Gibt es Fördertatbestände, die besonders gefragt sind?

Das ist sehr unterschiedlich. Einige Häuser, die bereits über einen hohen Digitalisierungsgrad verfügen, nutzen die KHZG-Förderung nun, um das weiter zu optimieren resp. die IT Sicherheit auszubauen. Dann gibt es andere Häuser, die über Jahre hinweg sparen mussten und jetzt einen großen Aufholbedarf haben. Den größten Bedarf sehen wir beim Fördertatbestand 3, also der elektronischen Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen sowie beim Fördertatbestand 5 (digitales Medikationsmanagement) und der Einführung von PDMS-Systemen auf Intensiv- und Intermediate Care Stationen. Noch etwas Zurückhaltung beobachten wir beim Thema Entscheidungsunterstützung. Da braucht der Markt noch etwas Zeit respektive die notwendigen strukturierten Daten über längere Erhebungszeiträume, um hierauf aufbauend, Entscheidungsunterstützung oder KI aufzusetzen.

Lässt sich daraus ablesen, wo ein besonderer Bedarf an Digitalisierung besteht?

Einen Trend, den ich aus Fördertatbestand 3 sehr spannend finde, ist der Aspekt der automatisierten und sprachbasierten Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen. Meiner Ansicht nach liegt in der Sprachsteuerung wie -erkennung und dem hier hinterlegten semantischen Tagging die Zukunft, da die Anwendung viel effizienter und zeitsparender eingesetzt werden kann.  

Viele Krankenhäuser tun sich schwer, ihre Digitalisierungsprojekte umzusetzen. Wie könnt ihr hier ansetzen?

Als langjähriger, etablierter Anbieter von Krankenhaussoftware verfügen wir über viel Erfahrung und können dadurch unsere Kunden bei allen Projektschritten gut begleiten und ihnen die nötige Sicherheit geben. Erst kürzlich haben wir mit Asklepios in Hamburg und Contilia im Ruhrgebiet zwei große digitale Cluster auf unser Krankenhausinformationssystem M-KIS und M-PDMS umgestellt. Das geschah teilweise in Rekordzeit in weniger als fünf Monaten durch die Nutzung von etablierten Best-Practice-Ansätzen. Um IT-Abteilungen im Betrieb zu entlasten und den hohen Vorgaben an IT-Sicherheit weiter gerecht zu werden, haben wir zudem selektiv Outsourcing und Outtasking Services mit übernommen.

Und wie sieht es mit der Betreuung der Anwender*innen aus?

Wir haben ein spezielles Schulungsprogramm nach dem Blended-Learning-Konzept aufgebaut, also einer Mischung von E-Learning-Angeboten und Remote-Sprechstunden, um Anwender*innen bestmöglich zu unterstützen und mit der neuen Software vertraut zu machen. Das Schulungsprogramm gibt Anwender*innen die Möglichkeit, ihre Schulungsplanung flexibel zu gestalten. Dies wird meiner Überzeugung nach immer mehr zu einem Muss, denn kaum jemand hat noch Zeit, sich mehrere Stunden in eine Schulung zu setzen; mehrere auf Rolle und Tätigkeit zugeschnittene, minutenlange Lernvideos sind hingegen gut planbar. Die integrierten Lernkontrollen und die Nutzung von Foren bieten hier Chancen zum gegenseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Das Konzept war ein so großer Erfolg, dass wir überlegen, solche Plattformen auch darüber hinaus für weitere IT- und Prozessschulungen anzubieten.  

Was ist allgemein eure Empfehlung für IT-Projekte, die dazu dienen sollen, die Digitalisierung zu steigern, um zukunftsfähig zu sein?

Digitalisierung wird die bisherigen Arbeitswelten vom Klinikpersonal massiv verändern – das sollte sich jeder bewusst machen. Digitalkompetenz wird zur Voraussetzung – egal, ob Pflegepersonal, Ärzteschaft oder Verwaltung. Die Digitalisierung stellt bestehende Prozesse und Hierarchien in Frage und erfordert einen Change-Prozess sowie einen Mentalitätswandel, der von der Klinikleitung aktiv begleitet und eingefordert werden muss.
Mit unserer M KIS Next Produktstrategie sind wir gut aufgestellt, was die Zukunftsfähigkeit unserer Software angeht. Hilfe bieten wir auch darin, dass wir unsere Kunden als Partner verstehen und gezielt Portfolioergänzungen und -erweiterungen durch integrierte Partnerlösungen insbesondere in den Fördertatbeständen 2 und 3 anbieten. Was sich bei großen Implementierungs- und Change Projekten gut bewährt hat und wir auch anderen Kliniken empfehlen ist, neben dem klassischen Key User Konzept, auch die einzelnen Fachgruppen und KIS-Koordinatoren in den Kliniken frühzeitig in die Entscheidungsfindungen wie einzelnen Projektmeilensteine mit einzubinden.

Die Autor*innen des Artikels

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Christian Köhl ist Bereichsleiter Kundenprojekte & Vertrieb Deutschland bei der Meierhofer AG.

Christiane Stagge ist Managerin PR & Unternehmenskommunikation bei der Meierhofer AG.

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