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Reif für die Zukunft?

15.10.2021

Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), das im Herbst 2020 in Kraft trat, sieht eine standardisierte, umfassende Bewertung des Digitalisierungsgrades von Krankenhäusern vor. Grundlage für diese Reifegradmessung bildet das „HIMSS Analytics Electronic Medical Record Adoption Model“ (EMRAM; siehe Kasten) und das KIT-CON-Modell. Es wurde im Auftrag des Bundeministeriums für Gesundheit vom Konsortium „Digital Radar“ der HIMSS Europe GmbH entwickelt. Nachdem bereits 13 Krankenhäuser in einer Pilotphase teilgenommen, Fragebogen ausgefüllt und die Erhebungsplattform getestet haben, gab das Konsortium Digital Radar nun bekannt: Ab Oktober startet die Evaluierung offiziell.

Zwischen dem 15. Oktober und dem 17. Dezember 2021 findet die erste Datenerhebung über die Plattform www.digitalradar-krankenhaus.de statt. Die zweite Erhebung ist für das zweite Halbjahr 2023 geplant. Die Teilnahme ist generell freiwillig, jedoch für die Krankenhäuser verpflichtend, die KHZG-Förderanträge gestellt haben und Förderbescheide erhalten haben. Erste Evalierungsergebnisse werden Anfang 2022 erwartet.

EMRAM: Der Fahrplan für die Reifegradmessung

Das Analytics Electronic Medical Record Adoption Model (EMRAM) der HIMSS umfasst Methoden und Algorithmen zur automatischen Bewertung des Digitalisierungsgrades von Krankenhäusern: Es unterscheidet acht Stufen (0 bis 7) – von der kaum digitalisierten Einrichtung bis hin zum vollständig papierlosen EMR-Umfeld (EMR: electronic medical record). 

Wie funktioniert die Datenerhebung?

Insgesamt werden in einem Onlinefragebogen rund 230 Kriterien evaluiert, die folgenden sechs Dimensionen zuzuordnen sind: klinische Prozesse, Patientenpartizipation, Informationsaustausch, Resilienz-Management und Performance, organisatorische Steuerung und Datenmanagement und Telehealth. Das Ergebnis wird mit einer 100-Punkte-Skala gemessen und spiegelt den digitalen Stand des Krankenhauses wider. Anhand des errechneten Digitalisierungsgrades sollten auch die vom KHZG geförderten Maßnahmen zur Erhöhung des Digitalisierungsgrades bewertet werden.

Krankenhäuser, die am Digital Radar teilgenommen haben, erhalten Zugang zu individuellen Ergebnisberichten und Benchmarking-Informationen. Außerdem wird eine Bescheinigung über die Teilnahme erstellt. Sie dient gegenüber dem Bundesamt für soziale Sicherung (BAS) als Nachweis zur Erfüllung der Fördervoraussetzungen gemäß KHZG. Ausdrücklich sind zur Teilnahme am Digital Radar aber auch Krankenhäuser eingeladen, die keine Fördermittel im Rahmen des KHZG beantragen.

Reifegradmessung lohnt sich

Die Reifegradmessung dient in erster Linie der Selbsteinschätzung. Sie soll Kliniken helfen, ihre aktuellen Digitalisierungsprojekte besser zu bewerten und zu hinterfragen, damit sie entsprechende Entscheidungen und Maßnahmen daraus ableiten können. Das übergeordnete Ziel ist eine optimierte Gesundheitsversorgung, von der alle Beteiligten profitieren – Patient*innen und Angehörige genauso wie das Klinikpersonal.

In vielen Kliniken herrscht jedoch Unsicherheit: Wiegt der Nutzen der Reifegradmessung den Aufwand auf? Gerade große Kliniken haben bereits ihre eigenen Strategien zur Messung des Digitalisierungsgrades entwickelt. Kleinen Häusern mangelt es oft an Ressourcen, sowohl in Bezug auf das Personal als auch mit Blick auf die räumliche und technische Ausstattung.

Fakt ist: Viele Krankenhäuser kommen um die Reifegradmessung nicht herum, da sie gesetzlich gefordert ist. Ein Aufwand, der sich lohnt, das findet Christian Köhl, Bereichsleiter Kundenprojekte & Vertrieb Deutschland bei Meierhofer: „Nun gibt es eine einheitliche Vorgehensweise mit vergleichbaren Kennzahlen“, sagt er. „Diese Vergleichbarkeit stellt mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsorientiertheit der Krankenhäuser eine große Chance dar. Denn letztlich geht es darum, die bestmögliche Gesundheitsversorgung zum Wohle der Patientinnen und Patienten, gestützt durch interoperable IT-Lösungen, zur Verfügung zu stellen.“

Gesundheitsversorgung optimieren

„Auch wenn die Reifegradmessungen eine Momentaufnahme darstellen, sind sie doch ein guter Indikator für den Digitalisierungsgrad, aus denen langfristige Strategien abgeleitet werden können“, erklärt Christian Köhl weiter. „Durch passgenaue Prüfung der Wirksamkeit lassen sich mit dem Reifegrademodell Schwerpunkte identifizieren und auch interessante Benchmarkstudien fahren, die eine zielgenauere Unterstützung der Krankenhäuser und optimierte Patientenversorgung ermöglichen.“

Digitalisierung im Krankenhaus – unsere Empfehlungen:

  • Entwickeln Sie ganzheitliche Digitalisierungsstrategien.
  • Überdenken Sie Ihre analogen Prozesse und passen Sie sie, wenn möglich, an.
  • Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter*innen im Digitalisierungsprozess mit.
  • Digitalisierung ist nicht nur Sache der IT-Abteilung. Vielmehr muss sie stationsübergreifend gedacht werden.
  • Behalten bei der Umsetzung den Nutzen der Digitalisierungsmaßnahmen im Blick: die bessere Gesundheitsversorgung Ihrer Patient*innen.
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Der Blogbeitrag ist entstanden mit freundlicher Unterstützung von Christian Köhl, Bereichsleiter Kundenprojekte & Vertrieb Deutschland bei der Meierhofer AG.

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