Kubernetes und Containerisierung in Krankenhäusern: Fangen Sie an
- 09.01.2025
- Lesezeit 2 Min
Lars von Ohlen, CIO der Universitätsmedizin Greifswald, spricht im Interview über die Vorteile von Kubernetes und Containerisierung und warum es sich für Krankenhäuser lohnt, auf Microservices-Architekturen zu setzen.
Welche Vorteile bringen Software-Lösungen, die nach einer Microservices-Architektur entwickelt werden, für Krankenhäuser?
Lars von Ohlen: Microservices sind die Voraussetzung für Modularität und Modularität bringt Flexibilität, Stabilität und Sicherheit. Wir können einzelne Module unabhängig voneinander verwalten. Wir können sie warten ohne Downtime des gesamten Systems und wir können besser skalieren. Die bessere Verfügbarkeit und die gesteigerte Flexibilität im Klinikbetrieb werden für uns einen großen Unterschied machen. Das System passt sich an unsere Bedürfnisse an, was letztlich die Patientenversorgung unterstützt und gleichzeitig unsere IT-Infrastruktur entlastet. Durch den Einsatz von Container-Technologien erreichen wir eine Systemverfügbarkeit von 99,99 Prozent und sparen 30 bis 50 Prozent der Energie im Rechenzentrum.
Die ersten Module in M-KIS sind startklar für den Betrieb in Containern. Herr von Ohlen, wieso sollten Container-Technologien Einzug in der Krankenhaus-IT erhalten?
Lars von Ohlen: Docker-Container sind isolierte Einheiten, die alle Abhängigkeiten für eine Anwendung enthalten. Kubernetes übernimmt die Orchestrierung dieser Container und stellt sicher, dass die Anwendungen im Cluster optimal laufen. Das bedeutet für die Kliniken: Die Systeme bleiben verfügbar, selbst bei Wartungen, und Updates lassen sich ohne Ausfallzeiten durchführen. Darin sehen wir enorme Vorteile, weil wir unsere Module unabhängig voneinander aktualisieren können und nicht mehr das gesamte System herunterfahren müssen. Für uns bringt der Container-Betrieb zudem eine höhere Verfügbarkeit und schnellere Reaktionszeiten auf neue Anforderungen. Docker und Kubernetes bieten außerdem eine zusätzliche Sicherheitsschicht, da einzelne Container voneinander isoliert sind.
Müssen die Kunden den Weg in die Cloud gehen?
Lars von Ohlen: Sie können, müssen aber nicht. Der Betrieb in Containern bringt die Möglichkeit in die Cloud zu gehen. Für uns als Universitätsmedizin Greifswald ist das besonders spannend, da es uns ermöglicht, Module gezielt inhouse oder in der Cloud zu betreiben – eine Flexibilität, die im Krankenhausbetrieb zunehmend wichtiger wird. Bei Software die auf Microservices basiert, können wir genau die Module auslagern, die dafür geeignet sind, ohne unser gesamtes System umstellen zu müssen.
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