KI ist im Krankenhausalltag angekommen. Wer im vergangenen Jahr die DMEA besuchte, konnte sich live davon überzeugen. Auch wenn viele Anwendungen noch in der Entwicklung sind, spielen laut Medscape Report 2024 bereits viele Krankenhäuser mit dem Gedanken, KI einzusetzen. Laut einer Umfrage unter mehr als 1.000 Ärzt*innen planen 70 Prozent KI als Hilfsmittel für die Zusammenfassung der Krankenakte zu nutzen, 66 Prozent für klinische Notizen und 73 Prozent für administrative Aufgaben.

KI ist Teil unserer Produktstrategie

Auch bei Meierhofer ist KI ein Teil unserer Produktstrategie. Wir integrieren KI für smarte Lösungen in unsere Anwendungen mit dem Ziel, Klinikmitarbeitende bei organisatorischen, dokumentarischen Tätigkeiten und perspektivisch auch fachlichen Entscheidungen zu unterstützen.

Schon bevor das Thema KI die Schlagzeilen beherrschte, unterstützten unsere Lösungen das Personal im Klinikalltag bei fachlichen Entscheidungen – dank der Integration von Content und durch regelbasierte Algorithmen. Unsere Medikationslösung prüft zum Beispiel bei der Verordnung automatisch auf hinterlegte allergische Reaktionen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen in Bezug auf Alter, Geschlecht und Nierenfunktion. Spezielle Icons weisen hier auf potenzielle Risiken hin. Die Interoperabilität von M-KIS macht es möglich, relevanten Content, zum Beispiel spezielle medizinische Fachliteratur, in das KIS zu integrieren. Die Ärzteschaft kann das Fachwissen direkt über die Lösung abrufen und spart sich so den Weg zum Bücherregal.

Strukturierte Aufbereitung von Arzt-Patienten-Gesprächen

Bei der Integration von KI in unsere Lösungen setzen wir auf die Zusammenarbeit mit Partnern. Wer im November 2024 unsere Meierhofer 360°-Veranstaltung besucht hat, konnte hier einen Use Case live miterleben. Dafür haben wir gemeinsam mit averbis ein Arzt-Patientengespräch nachgestellt. Das Gespräch, bei dem auch Nebenaspekte wie Fragen zur Anreise, Arbeitsort oder Familiensituation zur Sprache kamen, wurde aufgezeichnet. Das schriftliche Transkript stand nahezu in Echtzeit zur Verfügung. Und nicht nur das: Nach dem Gespräch war auch das gesamte Anamneseprotokoll verfügbar – strukturiert aufbereitet in einem Formular, sortiert in Bereiche für Anamnese, Vormedikation, Vorerkrankungen und Therapieempfehlungen. In unserem Beispiel hat die Lösung alles einwandfrei aufbereitet. Sollte es jedoch mal zu Unstimmigkeiten kommen, lassen sich die Inhalte im Transkript und Anamneseprotokoll jederzeit ändern und anpassen.

KI-Lösungen tief integriert in M-KIS

Wie gut KI im klinischen Alltag und beim Arzt-Patientengespräch unterstützen kann, zeigte auch das Klinikum Siegen in einem Vortrag bei Meierhofer 360°. Das Klinikum Siegen umfasst 15 Fachkliniken mit 630 Betten und 2.000 Mitarbeitenden. Seit 1998 nutzt es das Krankenhausinformationssystem M-KIS von Meierhofer und ist als langjähriger Kunde Referenzhaus. Im Rahmen einer großangelegten Digitalisierungsoffensive und dem Go-Live der Intensivlösung M-PDMS ist das Klinikum seit März 2022 papierfrei. Seit 2024 kommt die Lösung M*Modal Fluency Direct von Solventum für die digitale Arztbriefschreibung zum Einsatz. Die Spracherkennungssoftware ist eine KI-basierte Dokumentationslösung, die Diktate von Arztbriefen, Gutachten und medizinischen Schriftstücken direkt in M-KIS ermöglicht. Dabei ist die Software in der Lage, sich auf die Sprecher*innen einzustellen und Besonderheiten bei der Aussprache durch Dialekte oder Akzente zu lernen.

KI verändert den Arbeitsalltag von Klinikärzt*innen

Dadurch, dass ein wesentlicher Teil des manuellen Abtippens wegfällt, spart sich das Personal erheblich viel Zeit bei der Dokumentation. „KI hat mein Leben als Ärztin verändert,“ sagt Dr. med. Daniela Hütwohl, die als Neurologin die Anwendung schon seit einigen Monaten nutzt. „Vorher habe ich das Gespräch mit den Patient*innen mit dem Diktiergerät aufgenommen und die Kassette anschließend der Schreibkraft zum Abtippen gegeben. Heute ist der Entlassbericht viel schneller fertig, was mir jede Menge Überstunden spart.“ Auch in anderen Bereichen bietet die Software wertvolle Unterstützung. So können Ärzt*innen zum Beispiel die Kurve eines EEG betrachten und gleichzeitig ihre Eindrücke in die Anwendung diktieren. Auch in der Notaufnahme geht das Diktieren der Medikation viel schneller als die Eingabe durch Tippen.

Dass KI den Arbeitsalltag in Krankenhäusern verändern wird, davon sind nicht nur unsere Kunden überzeugt. Laut Umfrageergebnisse des Monitor Patientensicherheit 2024 der Techniker Krankenkasse und Meinungsforschungsinstituts Forsa sind 63 Prozent der Befragten Ärzt*innen, Pflegende und auch Patient*innen der Ansicht, dass KI dabei helfen werde, das Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern zu entlasten.

Wir bei Meierhofer erfüllen das Bedürfnis nach Entlastung und geben mit unseren Partnern sichere, sinnvolle und praktische Lösungen.